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Feine Bude / Wohnen
Daisy Daisy stock adobe com 281005902 950x500 Wenn ein Wespennest im Haus ist
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Ungebetene Untermieter

Wenn ein Wespennest im Haus ist

Erst waren es nur ein oder zwei, nun fliegen regelmäßig Wespen um Sie herum oder krabbeln an den Scheiben? Und das, obwohl Sie das Fenster seit Tagen nicht geöffnet haben? Ein unangenehmes und bei manchen Menschen Panik auslösendes Gefühl, wenn der Verdacht aufkommt, dass sich ein Wespennest nicht nur am, sondern im Haus befindet. Wie Sie jetzt am besten vorgehen, erfahren Sie hier.

Wespennest im Notfall umsiedeln oder entfernen

Gerade die Deutsche und die Gemeine Wespe nähern sich gern dem Menschen und bauen unter Dachziegeln, in Rollladenkästen oder sogar unter dem Dachstuhl ihre Nester. Diese beiden Wespenarten kommen bei uns am häufigsten vor. Für Wespenstichallergiker eine echte Bedrohung. Aber auch alle anderen werden nicht mit dem Wespenstaat unter einem Dach wohnen wollen. 

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Hornissen, Bienen und einige Wespenarten stehen unter Naturschutz

Bienen, Hummeln und Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt. Dies gilt nicht für die Deutsche und die Gemeine Wespe. Es ist allerdings verboten, die Tiere ohne vernünftigen Grund zu verletzen, zu fangen oder zu töten. Besteht jedoch Gefahr für Leib und Leben, darf das Nest nicht nur umgesiedelt, sondern im Notfall vernichtet werden.

Vorsorgliches Prüfen von undichten Stellen 

Wurde Ihr Dach bereits im vergangenen Jahr als Wespen-Zuhause genutzt, sollten Sie vor der erneuten Nestbauphase vorsorglich nach undichten Stellen und Schlupflöchern suchen und diese beheben. Also am besten im Winter und Frühjahr Schäden am Dach oder Risse in der Deckenverkleidung suchen. Auch schlecht abgedichtete Löcher für Heizungsrohre können ein Weg für Wespen sein, weiter ins Hausinnere zu gelangen. Zum Beispiel, wenn sie sich zwischen Dachziegeln und Dämmung angesiedelt haben.

Verdacht auf Wespennest im Haus?

Die Saison hat begonnen und es besteht der Verdacht auf ein Wespennest im oder nahe am Haus? Jetzt kontaktieren Sie einen ortsansässigen Imkerverein, einen professionellen, ökologischen Kammerjäger oder am besten Bremerhavens neuen Wespen- und Hornissenberater Frank Krein aus Surheide. Der Hobbyimker ist Ansprechpartner für Betroffene mit Wespen- oder Hornissenproblemen. Seine Aufgabe sieht er einerseits in der Beratung, andererseits liegt ihm daran, die Wespen zu erhalten. Und das möglichst dort, wo sie sich bereits angesiedelt haben.

Wespennest umsiedeln oder entfernen

„Meist ist es völlig unkritisch, ein Wespen- oder Hornissennest am Haus zu haben“, so Frank Krein. „Sie leben nur im Sommer und wenn genügend Abstand gehalten wird, schaden sie in der Regel niemandem.“ Dennoch kann ein Wespennest zumindest zur gefühlten Bedrohung werden. „Gern berate ich am Telefon oder fahre auch raus zu Betroffenen und sehe mir die Situation vor Ort an. Wenn möglich und nötig kann ich ein Wespennest auch umsiedeln. Aber das setzt voraus, dass ich an das Nest wirklich herankomme.“

Wann sollte der Schädlingsbekämpfer kontaktiert werden?

„Besteht tatsächlich Gefahr für die Bewohner, da die Wespen sich vielleicht einen Weg ins Haus gefressen haben, empfehle ich, zügig einen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren. Aber in den allermeisten Fällen ist das nicht nötig.“ 

Übrigens: Erreichen können Sie Frank Krein über das Umweltschutzamt der Stadt Bremerhaven (Kontakt: Alena Schulz, Telefon: 0471/590 3367; E-Mail: alena.schulz@magistrat-bremerhaven.de)


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