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Feine Bude / Garten
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©New Africa/stock.adobe.com
Rund um den Holzweg

Tropenhölzer – oder lieber heimische Arten?

Sie sehen edel aus und überzeugen unter anderem mit einer besonderen Widerstandsfähigkeit. Das macht Tropenhölzer sehr beliebt bei vielen Menschen. Eingesetzt werden Sie Als Baustoff für Terrassenböden, Gartenmöbel oder Fenster. Doch wo kommt das Holz überhaupt her, wie wird es angebaut und gibt es nicht auch heimische Alternativen? Erfahren Sie jetzt mehr über die Vor- und Nachteile der tropischen Gewächse. 

Klima macht Tropenhölzer so besonders 

Tropenhölzer stammen, wie der Name schon erschließen lässt, aus tropischen oder subtropischen Ländern – vor allem aus Asien, Afrika und Mittel- beziehungsweise Südamerika. Das dortige Klima lässt das Holz zu einem besonderen Rohstoff mit einzigartigen Eigenschaften heranreifen. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für zahlreiche Parasiten und Pilze. Gegen diese wehren sich die Bäume also permanent. Dafür bilden sie Abwehrstoffe und schützen ihre Substanz. Das führt zu der einzigartigen Färbung und Härte der Tropenhölzer. 

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Tropenhölzer – beliebt für Außenbereiche 

Die hohe Widerstandsfähigkeit und die große Witterungsbeständigkeit machen das Gehölz gerade für Außenbereiche besonders attraktiv. Aber auch als Fuß- oder Terrassenböden, Gartenmöbel oder im Wasserbau werden häufig Tropenhölzer verwendet. Gefragte Arten sind Bangkirai, Bongossi, Wengé und Cumarú. Die tropischen Hölzer sind außerdem extrem hart und langlebig. Im Handel finden Sie diese auch unter den Schlagworten „Echtholz, Hartholz oder Edelholz“. Die exotischen Maserungen machen das Naturprodukt sehr edel. 

Auf legale Quellen und Siegel achten 

Beim Kauf von Tropenhölzern sollten Sie sich bewusst sein, dass rund 50 Prozent der importierten Ware aus illegalen Quellen stammt. Achten Sie daher unbedingt auf die verschiedenen Siegel wie das des Forest Stewardship Councils (FSC). Es dient der Förderung einer nachhaltigen Fortwirtschaft in Tropenwäldern und schreibt weltweit gültige Standard vor. Aber auch das PEFC-Siegel stellt ein transparentes und unabhängiges System zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung sicher. Viele andere Siegel sind leider weniger aussagekräftig beziehungsweise für Käufer nicht überprüfbar. 

Heimische Holzarten als Alternativen 

Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, greifen Sie auf heimische Holzarten zurück. Denn hierzulande gibt es zahlreiche Alternativen für Tropenhölzer. So werden zum Beispiel Ulme, Lärche und Eiche für den Brückenbau eingesetzt. Und widerstandsfähige Außenverkleidungen wie Fensterläden oder Schindeln können aus Zedernholz oder Lärche fabriziert werden. Für die allgemeine Bautischlerei eignen sich hervorragend Gehölze wie Esche, Eiche, Kiefer oder Fichte. Im Heimwerkerbereich können Sie ohne schlechtes Gewissen auf Tanne, Linde oder Birke zurückgreifen. Viele weitere heimische Hölzer lassen sich prima in Ihr nächstes Bauvorhaben integrieren. Aktuell müssen Sie aber mit langen Lieferzeiten rechnen.


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