zurück
Feine Bude / Sicherheit
Feine Bude online Rauchmelder photophonie stock adobe com 950x500 So bringen Sie Rauchmelder richtig an
©photophonie/stock.adobe.com
Laute Lebensretter

So bringen Sie Rauchmelder richtig an 

Rauchmelder retten nicht nur Leben – sie sind inzwischen auch in ganz Deutschland Pflicht. Alle Schlaf- und Kinderzimmer sowie Rettungswege müssen damit ausgestattet sein. Aber auch in anderen Räumen sind sie sinnvoll. Lesen Sie hier, wo und wie Sie am besten Rauchmelder anbringen. (geschätzte Lesedauer: 7 Minuten) 

Rauchmelder nur in der Hälfte aller Haushalte 

Jeden Tag bewahren Rauchmelder in Deutschland vier Menschen vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod. Das hat die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ in einer aktuellen Studie festgestellt. Gleichzeitig sind in Deutschland nur rund die Hälfte aller Haushalte ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet. Das beweist eine andere Studie der Initiative. 

Ajax loader So bringen Sie Rauchmelder richtig an

Versicherung zahlt nicht 

Das kann nicht nur lebensgefährlich für die Bewohner des Hauses oder der Wohnung werden. Denn Ersticken im Schlaf ist die Haupt-Todesursache bei Wohnungsbränden. Wenn bei einem Brand Rauchmelder fehlen, kann das auch schwerwiegende finanzielle Probleme nach sich ziehen. Denn in aller Regel sind Versicherungen dann von der Leistungspflicht befreit. So können die Eigentümer komplett auf den entstandenen Kosten sitzen bleiben. 

Das sind die Hauptgründe für Brände in privaten Räumen: 

  • Fehlerhafte Elektrizität verursacht 32 Prozent der Feuer. Oft sind überlastete Mehrfach-Steckdosen oder alte Elektrogeräte Auslöser. 
  • 21 Prozent: Menschliches Fehlverhalten. Hier stehen Unaufmerksamkeit in der Küche, mit Kerzen oder Zigaretten ganz vorne. 
  • Überhitzung verursacht 10 Prozent der Brände. Dazu zählt zum Beispiel, wenn Feuer durch durchgebrannte Lampen oder auf der Heizung oder dem Herd liegen gelassene Gegenstände in Brand geraten. 

Rauchmelder in Schlafräumen und Flur 

Ein Rauchmelder kann diese Brände zwar nicht verhindern. Aber die Folgen erheblich eindämmen. Zum Beispiel können Feuer gelöscht werden, bevor sie sich ausbreiten – zumindest bleibt aber genug Zeit, die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Deshalb sollten Rauchmelder nicht nur in den Schlafräumen und auf dem Flur angebracht werden. Sondern in allen Räumen, in denen Feuer entstehen können. Also dort, wo Elektro-Geräte stehen, wo Kerzen benutzt werden oder viel brennbares Material lagert. Gute Ergänzungen sind das Wohnzimmer und Arbeitszimmer. 

Fehlalarme durch Wasserdampf und Qualm 

In der Küche kann ein Brandmelder ebenfalls sinnvoll sein. Allerdings lösen Wasserdampf, angebranntes Fett oder Qualm aus dem Ofen sie manchmal aus. Falls das zu vielen Fehlalarmen führt, gibt es Abhilfe: Entweder bringen Sie den Rauchmelder an der Wand statt an der Decke an. Denn unter der Decke sammeln sich Wasserdampf, Qualm und Co. Oder Sie investieren in ein Modell, dass sich während des Kochens stummschalten lässt. 

Rauchmelder mit Batterie ab 20 Euro 

Gute Rauchmelder mit Batterie gibt es schon ab 20 Euro im Baumarkt, Elektro-Fachhandel oder auch im gut sortierten Supermarkt. Achten Sie beim Kauf auf das Qualitätszeichen „Q“ auf der Verpackung. Denn das steht dafür, dass das Gerät unabhängig auf seine Funktion getestet wurde und eine garantierte Lebensdauer von zehn Jahren hat. 

Rauchmelder mit Funk verbinden 

Gerade in größeren oder verwinkelten Häusern und Wohnungen können Funkrauchmelder die beste Lösung sein. Sie kosten zwar mit rund 90 Euro deutlich mehr als das Standart-Modell. Dafür sind die einzelnen Rauchmelder per Funk verbunden. Dadurch lösen alle aus, wenn einer aktiviert wird. Somit ist der Alarm überall deutlich zu hören. 

Wo bringe ich einen Rauchmelder an? 

Der ideale Ort für den Feuermelder ist die Zimmerdecke in der Mitte des jeweiligen Raumes. Achten Sie darauf, dass mindestens 50 Zentimeter Abstand zu Lampen, Balken oder Wänden bestehen. Solche Hindernisse können die Funktion einschränken. Die Geräte sollten nicht durch Möbel verdeckt oder überstrichen werden. 

Dübel und Schrauben oder Klebestreifen 

Die meisten Rauchmelder lassen sich mit Dübeln und Schrauben an der Decke anbringen. Andere setzen auf Klebestreifen. Beachten Sie hier unbedingt die Bedienungsanleitung. Außerdem gibt es spezielle Magnet-Klebepads – damit können die Rauchmelder ganz unkompliziert aufgehängt und abgenommen werden. 

Wie prüfe ich einen Rauchmelder? 

Die Wartung der Rauchmelder ist unkompliziert. Mindestens einmal im Jahr sollten sie abgesaugt werden. Denn sonst kann Staub die Öffnungen verstopfen und die Wirkung einschränken. Ebenfalls einmal im Jahr steht ein Test an. Auf dem Rauchmelder befindet sich dafür eine Taste. Wenn sie gedrückt wird, sollte der Alarm auslösen. Tut er das nicht, wird es Zeit für Ersatz. Die Batterien müssen auch hin und wieder gewechselt werden. Sind sie fast leer, zeigt der Rauchmelder das meist mit einem regelmäßigen, kurzen Piepen an. 

Wechsel nach zehn Jahren 

Nach zehn Jahren sollte jeder Feuermelder ausgewechselt werden. Mit den Jahren sammeln sich unvermeidlich Schmutzpartikel auf dem Sensor im Inneren. Dadurch verlieren sie an Effektivität. Das ist insgesamt wenig Aufwand im Vergleich dazu, was ein Brandmelder im Ernstfall leisten kann. Und damit die Mühe allemal wert. 


Weitere Artikel