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Mithilfe gut für die Entwicklung

Kinder sollten im Haushalt helfen

„Hände waschen und Tisch decken, Kinder“, ruft Malte seine Jungs zu Tisch. Die beiden fünf- und siebenjährigen Geschwister helfen schon fleißig im Haushalt mit. Jeder von beiden hat ein paar regelmäßige Aufgaben. Welche Aufgaben Kinder und Jugendliche zu Hause übernehmen können, lesen Sie jetzt hier.

Schon die Kleinsten können im Haushalt mithelfen

Sich allein anziehen, das Zimmer mit aufräumen und beim Tischdecken helfen – das können bereits Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Auch Blumengießen funktioniert schon prima und macht den meisten Kids auch Spaß. Und spätestens in der Kita wird von den Minis erwartet, dass sie entsprechende Aufgaben übernehmen.

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Wie Grundschüler schon mithelfen können

Werden Kinder eingeschult, können sie bereits etwas mehr Verantwortung übernehmen. So sollte Laubharken, das Ausräumen des Geschirrspülers und das eigene Zimmer allein in Schuss zu halten, gar kein Problem sein. Aber auch hier können Eltern selbstverständlich motivierend unterstützen. Es muss ja nicht alles perfekt sein.

Wie Jugendliche im haushalt helfen können 

Spätestens ab einem Alter von circa zwölf Jahren kann der Nachwuchs einkaufen gehen, Bad putzen, die Waschmaschine bedienen oder auch schon mal bügeln. Selbstverständlich immer mit Augenmerk auf schulische Verpflichtungen, Freizeit und Erholung. Im Zweifel sollten Eltern noch einmal übernehmen, wenn die Mathearbeit ansteht oder ein wichtiges Fußballspiel.

Im Haushalt zu helfen, heißt sozial zu reifen 

Wer als Kind im Haushalt Aufgaben übernehmen muss, reift später zu einem verantwortungsvollen und sozialen Erwachsenen heran. Hier sind sich Pädagogen einig. Wer lernt, dass nicht andere einem alles abnehmen, packt im wahrsten Sinne auch später mit an und hat das Gemeinwohl im Sinn. 

Gesetz verpflichtet Kinder, im haushalt zu helfen 

Was für viele selbstverständlich ist, wird tatsächlich auch vom Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. In Paragraph 1619 steht:

Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten.“ 

Klingt streng. Und wichtig ist in jedem Fall, dass Eltern und Kinder flexibel bleiben. Mäht die Tochter besonders gern den Rasen, muss sie vielleicht nicht bügeln. Dafür übernimmt der Sohn lieber den Einkauf und kommt um das Staubsaugen herum.

Fest steht, Kinder und Jugendliche profitieren davon, in den Haushalt und seine Aufgaben mit einbezogen zu werden. Auch, wenn es manchmal schwerfällt. Spätestens, wenn der Einzug in die eigenen vier Wände ansteht, sind alle froh, dass der Nachwuchs Nudeln kochen, die Wäsche aufhängen sowie Ordnung halten kann.


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