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Feine Bude / Recht
Mieterrechte 950x500 Die wichtigsten Mieterpflichten
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Rechte und Pflichten für Mieter

Die wichtigsten Mieterpflichten

Jeder Vertrag verpflichtet: Und dies gilt ebenso und insbesondere für Mietverträge. Als Mieter haben Sie vielerlei Rechte, aber auch gewisse Pflichten. Beides sollten gleichermaßen beachtet werden, damit das Mietverhältnis reibungslos abläuft. Wir haben die wichtigsten Mieterpflichten für Sie im Überblick. Lesen Sie jetzt mehr darüber.   

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Die Mietkaution  

Direkt zu Beginn eines Mietverhältnisses kommt die erste Mieterpflicht auf Sie zu: die Mietkaution zu zahlen, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Üblicherweise sind dies maximal drei Monatsmieten. Doch die müssen Sie als Mieter nicht auf einmal zahlen. Sie haben das Recht, die Kaution in den ersten drei Monaten des Mietverhältnisses in gleichen Raten an den Vermieter zu leisten.  

Mieterpflicht: Pünktlich Miete zahlen  

Die wichtigste Mieterpflicht ist gewiss die Miete. Gehen Sie stets sicher, diese pünktlich und bis spätestens eines dritten Werktages im Monat an den Vermieter zu zahlen. Kommen Sie dem nicht nach, kann das im schlimmsten Fall zu einer fristlosen Kündigung führen. Die kann der Vermieter aussprechen, wenn ein Mieter zweimal in Folge keine Miete oder nur einen Teil der vereinbarten Summe überwiesen hat. Dabei muss der Rückstand mehr als eine Monatsmiete betragen. Dies gilt ebenso für eine dauerhaft unpünktliche Zahlung der Mietsumme.  

Was tun bei Mängeln in der Wohnung?  

Sofern Mängel in der Wohnung entstehen, hat der Mieter das Recht, dass diese vom Vermieter behoben werden. Allerdings besteht ebenso die Mieterpflicht diese rechtzeitig beim Vermieter zu melden. Ist dies nicht der Fall und entstehen so Folgeschäden, kann eine Schadensersatzforderung auf Sie als Mieter zukommen. Wackelt beispielsweise Ihr Balkongeländer und verursacht dadurch einen Schaden durch einen herunterfallenden Blumenkasten, sind Sie haftbar. Von daher sollten Sie stets sämtliche Mängel frühzeitig an den Vermieter weiterleiten.  

Ein Blick in die Hausordnung als Mieterpflicht 

Als Mieter in einem Mehrfamilienhaus gehört gegenseitige Rücksichtnahme schlichtweg dazu. Besonders beim Thema Lärm kann es schnell zu Streitigkeiten führen. Musik in Disco-Lautstärke mitten in der Nacht ist nicht der Weg, um sich bei Ihren Nachbarn beliebt zu machen. Haben Sie also Verständnis für die Mieter über oder unter Ihnen. Kinderlärm hingegen muss von den Mitbewohnern in der Regel erduldet werden. Achten Sie drauf, was Sie in den Hausflur stellen. Dies ist kein Ort, um ungeliebte Möbelstücke aufzubewahren. Es lohnt in jedem Falle ein Blick in Ihre Hausordnung, um unnötigen Streit und Ärger zu umgehen.  

Mieterpflichten – Heizen und Co.

In einem Mehrfamilienhaus ist es nicht nur Pflicht, dass Sie eine funktionierende Heizung haben. Darüber hinaus müssen Sie diese auch benutzen. Die Heizpflicht beugt Schimmel im Wohnraum vor und verhindert das Zufrieren der Rohre. Lassen Sie diese Mieterpflicht außer Acht, kann hier ebenfalls eine Schadensersatzforderung auf Sie zukommen. Trotz steigender Energiekosten lohnt es sich also zu Heizen. Das geht übrigens auch effizient – selbst im Winter.  

Machen Sie es sich also ruhig mal schön warm und gemütlich in der Wohnung. Eine der wohl angenehmsten Mieterpflichten.   

Renovierungen und Umbauten  

Bei Umbaumaßnahmen sollten Sie grundsätzlich vorher mit Ihrem Vermieter sprechen. Dies gilt auch, wenn Sie die Renovierungen aus der eigenen Tasche bezahlen wollen. Denn sämtliche Ein- und Umbauten sind Eigentum des Vermieters. Klären Sie dies am besten im Vorfeld schriftlich und halten Sie es detailliert fest. Kleine Änderungen wie eine andere Wandfarbe sind davon ausgenommen. Ebenso das lose Verlegen eines neuen Bodenbelags. Wenn Sie sich gut mit Ihrem Vermieter verstehen, beteiligt er sich möglicherweise an den Kosten. Schließlich könnte es sich auch um eine längerfristige Aufwertung der Immobilie handeln.  

Mieterpflichten – erhalten Sie die Mietsache  

Renovierungsarbeiten, die auf einen normalen Verschleiß zurückzuführen sind, werden üblicherweise vom Vermieter übernommen. Liegt in der Wohnung beispielsweise ein Teppich, der nach vielen Jahren nun verschlissen ist, muss dieser ausgetauscht werden. Als Mieter sind Sie allerdings für den Erhalt der Mietsache verantwortlich – dies ist gesetzlich geregelt. Dazu zählen unter anderem diverse Schönheitsreparaturen wie Streichen. Schauen Sie dazu in Ihren Mietvertrag und halten gegebenenfalls Rücksprache mit dem Vermieter, wenn Sie unsicher sind.  


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