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Feine Bude / Recht
EEG Umlage 950x500 Die EEG Umlage f llt weg
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Entlastung für Stromkunden

Die EEG-Umlage fällt weg  

Egal ob Gas, Öl oder Strom: die Preise steigen. Doch dies könnte sich für Strom in der nächsten Zeit ändern. Ab 1. Juli 2022 fällt die EEG-Umlage für Endverbraucher weg. Was das im Speziellen bedeutet und wie sich das auf Ihre Stromrechnung auswirken könnte, erfahren Sie jetzt hier.  

EEG-Umlage zur Unterstützung der Energiewende  

Die Energiepreise steigen unaufhörlich weiter. Und um die Stromkunden etwas zu entlasten, hat die Bundesregierung bereits im April beschlossen, dass die EEG-Umlage ab Juli wegfallen wird. Die Erneuerbare-Energien-Umlage finanziert den Ausbau von Ökostrom-Anlagen. Das soll die Energiewende unterstützen, damit eine Umstellung auf Erneuerbare Energien schneller erfolgen kann. Zu den Erneuerbaren Energien zählen unter anderem:  

  • Wind- und Solarenergie 
  • Wasserkraft  
  • Biomasse 
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Höhe der EEG-Umlage  

Zuletzt betrug die Höhe der EEG-Umlage 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Bereits zu Jahresbeginn reagierte die Bundesregierung auf die steigenden Energiekosten und bezuschusste die EEG-Umlage damit diese sinken konnte.  

Warum zahlen wir für die Energiewende?  

Aber warum zahlen wir als Endverbraucher überhaupt die EEG-Umlage? Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll die Energiewende vorantreiben. Und dafür wird den Betreibern solcher ökologischen Anlagen die Abnahme ihres Stroms garantiert. Sie erhalten einen Festpreis für jede erzeugte Kilowattstunde. Das gibt den Produzenten von grünem Strom Sicherheit. Das Geld dafür kommt vom sogenannten EEG-Konto. Die Netzbetreiber zahlen ihre Erlöse vom Verkauf der Energie dort wieder ein. Und weil Einnahmen und Ausgaben nicht immer deckungsgleich sind, begleichen die Endverbraucher die Differenz auf dem EEG-Konto. Sie wird gleichermaßen auf alle Stromverbraucher aufgeteilt. Die EEG-Umlage existiert seit 2000 und ist fester Bestandteil Ihrer Stromrechnung.  

Abschaffung der EEG-Umlage früher als geplant  

Und warum wird sie dann jetzt abgeschafft? Dass es die EEG-Umlage nicht ewig geben wird, steht schon eine ganze Weile fest. In einem früheren Maßnahmenpaket hat die Bundesregierung die Abschaffung der Erneuerbaren Energien Umlage für Januar 2023 angesetzt. Durch die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt kommt sie nun früher. Doch es wird trotzdem weiter für die Energiewende gezahlt: Die Bundesregierung gleicht die fehlenden Einnahmen der EEG-Umlage mit dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ aus. Schätzungsweise 6,6 Milliarden Euro investiert der Bund aus dem Fond. 

Umlageabsenkung wird an Verbraucher weitergegeben  

Falls Sie sich nun fragen, ob Sie auch wirklich etwas davon mitbekommen werden, ist die Antwort ja. Denn die Stromlieferanten sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Wegfall der EEG-Umlage an die Stromkunden weiterzugeben. „Damit sichergestellt ist, dass die Umlageabsenkung zu einer Spürbaren Entlastung von Letztverbrauchern bei den Stromkosten führt, enthält das Gesetz Regelungen zur Weitergabe der Absenkung. Stromlieferanten werden in den jeweiligen Vertragsverhältnissen zu einer entsprechenden Absenkung der Preise zum 1. Juli 2022 verpflichtet“, so die Bundesregierung in einer Pressemeldung.  

Zusammensetzung des Strompreises  

Eine vierköpfige Familie könnte so ungefähr 300 Euro im Jahr einsparen. Dass es nicht noch mehr Einsparungen sind, liegt unter anderem an der Zusammensetzung des Strompreises. Dieser umfasst nämlich neben der EEG-Umlagen noch viele weitere Posten. So zum Beispiel:  

  • Verwaltungskosten der Stromversorger 
  • Preis für Beschaffung und Vertrieb  
  • Entgelte für die Nutzung der Stromnetze  
  • Stromsteuer 
  • Umsatzsteuer  
  • Konzessionsabgabe 

Und da aktuell besonders die Beschaffungskosten gestiegen sind, wird der Verbraucher keine horrende Entlastung erwarten können. Aber zumindest werden die Strompreise ein Stück weit sinken. Und das ist in Zeiten explodierender Energiekosten eine gute Nachricht.  


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