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Feine Bude / Homestory
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SO WOHNT EIN PROFILER – ZU BESUCH BEI AXEL PETERMANN

Zwischen Fallanalytik und Garten

Zwischen Tannen und Acker am Rand von Bremen: ein weißes Haus umgeben von einem Garten, in dem im Sommer die Bienen fliegen und jetzt die letzten Herbstblumen tapfer ihre Köpfe Richtung Himmel recken. An diesem idyllisch ruhigen Ort wohnt ein Mann, der den Traum von vielen True-Crime-Fans lebt – Axel Petermann, Deutschlands erster Profiler oder auch Fallanalytiker.

Ajax loader Zwischen Fallanalytik und Garten

„Ich kombiniere gern modern und alt“

In dem Haus am Rand der Stadt wohnt Axel Petermann mit seiner Frau. Vorher haben sie mitten in Bremen gewohnt. Aber der Abstand zu seiner Arbeit bei der Kripo war nicht gegeben. So zog es die Familie auf den Acker. Im Haus hängt viel Kunst: „Ich mag den Jugendstil sehr gern – vor allem die Werke von Heinrich Vogeler.“ Bei seinen Möbeln konzentriert sich der Profiler lieber auf ein Designerstück und stellt nicht alles mit tausend Dingen voll. „Ich kombiniere gern modern und alt.“

Einige Bilder in dem Haus stechen heraus – denn sie wurden von (mutmaßlichen) Mördern gemalt. Eins fällt ganz besonders auf: ein buntes, fröhliches Bild mit Fischen. Geschickt wurde es aus dem Gefängnis. Gemalt wurde es von einem Mitinsassen eines Klienten des Fallanalytikers. Als Dank. Denn der Häftling war dem 69-Jährigen sehr verbunden, dass er den Fall seines Freundes wieder aufgenommen hat. Dabei handelt es sich um einen Mord in München, der auch Teil von Axel Petermanns neuem Buch „Im Auftrag der Toten“ ist – und Sie können ein Exemplar gewinnen!

Die Mordkommission war nicht genug

Der Fallanalytiker hat eine klassische Ausbildung bei der Polizei gemacht: „Eigentlich wollte ich nur 18 Monate dort bleiben, um nicht zur Bundeswehr zu müssen. Das kam dann aber alles ein bisschen anders.“ Er ging zur Mordkommission, wo ihm aber etwas fehlte: „Ich hab‘ die Sicht auf die Frage vermisst, was den Menschen dazu bringt zu töten.“ Das Profiling, das zu dieser Zeit aus der USA in Richtung Europa schwappte, versprach genau diese Sicht der Dinge: Wie ist die Tat abgelaufen? Was hat der Täter vielleicht getan, was er nicht hätte tun müssen? Anders gesagt: Welche Bedürfnisse hat der Täter befriedigt und warum? Darüber berichtet der Mann mit dem grauen, markanten Schnauzer, während er raus ins Grüne geht.

Zuhause eine heile Welt

Der große Garten lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. In einigen Ecken sind Bienenstöcke verteilt – Axel Petermann und seine Frau machen auch ihren eigenen Honig. Zwischen Bäumen und Farn liegen kleine Teiche und ein großer See mit Steg: „Den haben wir damals für die Kinder ausgebaggert. Damit sie angeln und schwimmen konnten.“ Neben dem See wachsen in einem Beet ein paar Nutzpflanzen: „Wir haben Rhabarber, Kürbisse und Paprika“, zählt er auf. Das kleine Paradies lässt wirklich nicht darauf schließen, dass hier einer der berühmtesten Profiler des Landes wohnt. Das Grauen der Taten scheint weit weg – und das war auch so geplant: „Unser Zuhause sollte ein Ort sein, der sich von dem anderen abgrenzt.“

Mehr über Axel Petermann bei sich zu Hause auf> feinebude.de

Gewinnspiel: Schickt uns eure true-crime-fälle!

Mit etwas Glück könnt ihr ein Exemplar von „Im Auftrag der Toten“ gewinnen – das neue Buch vom Profiler Axel Petermann!

Alles was ihr dafür tun müsst:

Sendet uns einen kurzen Text mit einem Kriminalfall, der euch nicht mehr los lässt, per E-Mail (redaktion@kelling-marketing.de), Direct Message auf Facebook oder Instagram. Einsendeschluss: 03.01.2022, 12 Uhr. Unter den Teilnehmern verlosen wir 10×1 Buch. Für den gruseligsten oder spannendsten Fall gibt es ein signiertes Exemplar. Viel Glück!

Alle Teilnahmebedingungen auf: feinebude.de/teilnahme


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