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Feine Bude / Garten
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©Syda Productions/stock.adobe.com

Pflanzendünger ganz einfach selber machen

Von März bis September brauchen Ihre Pflanzen besonders viel Nährstoffe und freuen sich dabei über Ihre Unterstützung: Ein guter Dünger kann da wahre Wunder wirken. Wie Sie ganz einfach einen natürlichen Dünger selber machen können, erfahren Sie jetzt. (Lesedauer: 5 Minuten) 

Wann brauchen Pflanzen Dünger? 

Wenn die Erde nicht genug Nährstoffe bietet, dann könnten Ihre Pflanzen eingerollte, gelbe oder auch gesprenkelte Blätter bekommen. Sie wachsen nicht mehr gut und bekommen kaum oder gar keine Blüten und/oder Früchte. Wenn Ihnen diese Symptome auffallen, dann können Sie mit einem richtigen Dünger erste Hilfe leisten. 

Denn neben Licht und Wasser brauchen Pflanzen auch genügend Nährstoffe – darunter vor allem genug Phosphor, Stickstoff und Kalium: 

  • Stickstoff sorgt für grüne und kräftige Blätter 
  • Phosphor ist wichtig für die Ausbildung von Früchten und Blüten  
  • Kalium ist für die Zellteilung der Wurzeln  
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Dünger selber machen aus Brennnesseln  

Brennnessel-Jauche eignet sich wunderbar als Pflanzendünger. Denn Brennnesseln haben nicht nur eine starke Düngewirkung, sie vertreiben auch Schädlinge. Ist die Jauche frisch angesetzt, können Sie sie direkt auf die Pflanzen sprühen und damit zum Beispiel Blattläuse effektiv bekämpfen. Komplett gegoren ist sie nur noch als Dünger einzusetzen: verdünnen Sie sie mit Wasser im Verhältnis 1:10, da sie sonst Blätter verätzen könnte.  

Sie brauchen: 

  • Ein Gefäß aus Holz, Kunststoff oder Keramik (Kein Metall!) 
  • Etwas zum Abdecken des Gefäßes  
  • 1 kg frische Brennnesseln  
  • 10 l Wasser  

Und so geht’s: 

  1. Suchen Sie sich einen Platz, an dem die Jauche in Ruhe die nächsten zwei bis drei Tage stehen kann.  
  1. Dann das kalte Wasser in das Gefäß füllen, die Brennnesseln darin einweichen und sie luftdicht abdecken.  
  1. Je nach Temperatur setzt der Gärprozess in den nächsten zwei bis drei Tagen ein und ist zwischen den nächsten zehn bis zwanzig Tagen abgeschlossen. Die Flüssigkeit wird am Ende eine dunkelbraune Brühe sein. Wenn sie aufgehört hat zu schäumen, ist sie fertig.  

Kaffeesatz ist zu gut für die Tonne 

Der Kaffeesatz ist reich an Kalium, Phosphor, Mineral- und Stickstoffen und ist deswegen viel zu schade, um einfach im Müll zu landen. Sammeln Sie ihn und mischen ihn gelegentlich unter die Blumenerde. Oder Sie vermischen den Kaffeesatz mit Wasser und geben ihn wie normalen Flüssigdünger alle zwei Woche ins Gießwasser.  

Mit Eierschalen den pH-Wert regulieren 

Wenn Ihr Leitungswasser nicht kalkhaltig genug ist, können zermahlene Eierschalen das Wasser kalkhaltiger machen. Kalk ermöglicht die Aufnahme von allen weiteren Mineralstoffen, lockert den Boden auf und schafft damit optimale Bedingungen für die ganze Nährstoffaufnahme.  

Wie richtig düngen?  

Zwischen März und September sollten Sie bei Bedarf alle zwei Wochen düngen. Achten Sie dabei darauf, ob es sich bei den Pflanzen um Stark- oder Schwachzehrer handelt. Je nachdem brauchen Ihre Pflanzen mehr oder auch weniger Dünger.  

Auch Ihren Biomüll können Sie gezielt einsetzen, um Ihre Pflanzen zu düngen. Biomüll, Eierschalen und Kaffeesatz können Sie auf einem Komposthaufen sammeln. Es entsteht Ihre eigene Gartenerde mit perfekten Dünge-Eigenschaften. So können Sie sich an prächtigen Blüten, Früchten und Blättern erfreuen!  


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