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Feine Bude / Bürohunde
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©LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com
Schnuppertag bei der Arbeit

Bürohunde bereichern den Alltag  

Headhunter suchen Bürohunde! So weit ist es zwar noch nicht, aber immerhin schaffen es die Vierbeiner immer häufiger, in Stellenausschreibungen erwähnt zu werden! Das macht Arbeitgeber attraktiv: Während der Pandemie im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hund gekommen, suchen jetzt viele Arbeitnehmer eine Betreuung für ihren Vierbeiner. Die einfachste und vielleicht für alle wohltuendste Lösung: Der Hund kommt mit ins Büro. Die Fellnasen sind oftmals sehr willkommen und tatsächlich Medizin für das ganze Team. Warum das so ist, lesen Sie jetzt hier: (Lesedauer: 6 Minuten) 

Bürohunde stabilisieren die Stimmung 

Hundehalter, die ihren Vierbeiner zur Arbeit mitbringen, haben eine erhöhte Oxytocinausschüttung und einen geringeren Stresspegel. Das belegt eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2012. Oxytocin wird auch als das „Kuschelhormon“ bezeichnet. Das Hormon soll sich unter anderem positiv auf zwischenmenschliches Verhalten auswirken. Insofern verwundert es nicht, dass Bürohunde eine gute Stimmung im Büro bewirken können. Weitere Ergebnisse der Studie waren eine bessere Zusammenarbeit im Team, höhere Zufriedenheit und auch eine höhere Arbeitsleistung. 

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Was müssen Unternehmen beim Bürohund beachten? 

Ist die Unternehmensleitung grundsätzlich einverstanden, dass Hunde in die Firma mitgebracht werden? Jetzt gilt es trotzdem, bestimmte Punkte zu klären: 

  • Gibt es jemanden mit Angst vor Hunden im Team? 
  • Hat ein Kollege eine Hundeallergie? 
  • Hat der Hund einen eigenen, möglichst etwas abgeschirmten Platz? 
  • Beherrscht der Hund einen Grundgehorsam oder kann er im Notfall an seinem Platz angeleint werden? 

Mitnahme des Bürohundes mit Vereinbarung festhalten  

In vielen Unternehmen muss der Bürohundhalter eine Vereinbarung unterzeichnen. Damit versichert er beispielsweise, dass der Hund haftpflichtversichert und geimpft ist. Und verpflichtet sich, den Hund während seiner „Dienstzeit“ artgerecht zu versorgen. Auch kann in einer solchen Vereinbarung festgehalten werden, wie oft und wie lange der Hund während der Arbeitszeit ausgeführt wird. In jedem Fall obliegt es der Chefetage, einen Bürohund zu erlauben. Gibt es Probleme wie plötzliches Bellen oder Knurren des Hundes, kann das Mitbringen sofort wieder untersagt werden.  

Bürohunde: Gesund für das ganze Team 

Wenn ein Hund sich gegen das Bein drückt und um Streicheleinheiten bittet, die Mittagspause nicht in der Büroküche sondern im nahegelegenen Park beim Spaziergang stattfindet oder aber die pure Anwesenheit des Vierbeiners die Entspannung fördert, ist klar: Die Fellnase tut gut. Das belegen nicht nur wissenschaftliche Studien sondern auch Umfragen. Für einen selbstverständlicheren Umgang mit dem Thema setzt sich der Bundeverband Bürohund e.V. ein. Er unterstützt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bei der Umsetzung. 

Bürohund: einfach mal ausprobieren 

Wer seinen Hund bislang nicht mit zur Arbeit genommen hat, kann das am „Nimm-Deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“  am 24. Juni nachholen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Arbeitgeber nichts dagegen hat. Der weltweite Aktionstag findet jedes Jahr statt und wurde ursprünglich von der amerikanischen Organisation „Pet Sitters International“ ins Leben gerufen.  

„Kollege Hund“ zeichnet tierfreundliche Arbeitgeber aus 

Außerdem ruft der Deutsche Tierschutzbund am Donnerstag, 30. Juni, zum Aktionstag „Kollege Hund“ auf. Unternehmen können sich hier anmelden und bekommen nach erfolgter Teilnahme die Urkunde „tierfreundlicher Arbeitgeber“. Beide Aktionstage dienen dazu, dass Team und Chefetage ausprobieren, wie ein Tag mit Hund funktioniert. Ein richtiges Schnuppern auf Probe sozusagen! 


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